Hinter dem Bürgerkrieg im Jemen

Anh Huyen
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(VOVworld) – Der Bürgerkrieg im Jemen ist seit Tagen eine gemeinsame Frage der Region, der islamischen Welt, sowie der arabischen Welt geworden, nachdem Saudi Arabien und seine Verbündete direkt Militäroperationen in diesem Land durchgeführt haben. Die Lage im Jemen spitzt sich Tag für Tag zu und bedroht die Sicherheit in der Region. 

(VOVworld) – Der Bürgerkrieg im Jemen ist seit Tagen eine gemeinsame Frage der Region, der islamischen Welt, sowie der arabischen Welt geworden, nachdem Saudi Arabien und seine Verbündete direkt Militäroperationen in diesem Land durchgeführt haben. Die Lage im Jemen spitzt sich Tag für Tag zu und bedroht die Sicherheit in der Region.

Hinter dem Bürgerkrieg im Jemen - ảnh 1
Viele Gebiete in Jemen wurden durch den Bürgerkrieg zerstört.
(Foto: Reuters/petrotimes.vn)

 
Die von Saudi-Arabien geleiteten Luftangriffe auf die Huthi-Miliz im Südjemen werden seit 14 Tagen geflogen. Die erbitterten Gefechte haben die humanitäre Lage im Jemen verkompliziert. Mehr als 500 Menschen sind ums Leben gekommen, seitdem die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition gegen die Huthi-Miliz Ziele im Jemen bombadierte. Mehr als 1000 Personen wurden verletzt. Eine Reihe von Ländern mussten ihre Bürger aus dem Jemen evakuieren. 

Unendlicher Rassenkonflikt

Die Spannungen im Jemen eskalierten, nachdem die Huthi-Miliz im September 2014 die Hauptstadt Sanaa eroberten. Der Konflikt in diesem südwestasiatischen Land hat sich zu einem Bürgerkrieg entwickelt, als die Huthi-Miliz in der südjemenitischen Stadt Aden einmarschierte und Präsident Abd-Rabbu Mansur Hadi vor dem Konflikt flüchtete. Zum Schutz der legalen Regierung des jemenitischen Präsidenten wurde eine Militäroperation unter Führung von Saudi-Arabien gestartet. Dieses Vorgehen der arabischen Militärallianz hat die Sorge über einen Krieg zwischen den Sunniten und Schiiten in der arabischen Welt ausgelöst. 

Der Konflikt zwischen den sunnitischen und schiitischen Islamisten dauert bereits seit Jahrzehnten. Nach dem 2. Weltkrieg wurden die Länder im Nahen Osten gegründet, als sie sich noch in der alten Spaltung befanden. Die Rassen- und Religionsgruppen wurden getrennt und verteilten sich in verschiedenen Ländern. Inmitten von Millionen von Arabern entstand der Staat Israel, der die Juden aus der ganzen Welt versammelte und von den USA sowie Europa unterstützt wird. Das ist der Keim für den Konflikt in dieser Region. Es gibt in der arabischen Welt darüberhinaus die Spaltung zwischen der sunnitischen Mehrheit und der schiitischen Minderheit. Die beiden Gruppen bekennen sich zum Islam und kämpfen gegeneinander seit Jahrhunderten. Die Schiiten leben überwiegend im Iran. Und es ist der Hintergrund für die jetzigen Auseinandersetzungen in der Region. Weil der Bürgerkrieg im Jemen tatsächlich die Konfrontation zwischen dem Iran und den arabischen Staaten ist.

Der Kampf um Einfluss in der Region

Die von Saudi-Arabien angeführte Militäroperation im Jemen wird offenbar als ein Vorgehen erklärt, um die Regierung von Präsidenten Abd-Rabbu Mansur Hadi zu schützen. Sie zielt aber tatsächlich darauf ab, die Interessen der Seiten zu verteidigen. 

Sieht mal zuerst die schnellen Änderungen in dieser Region in jüngster Zeit. In Syrien hat die Regierung von Präsident Baschar al-Assad ihre Position befestigt. Dank der Unterstützung des Iran wurde der selbsternannte Islamische Staat, IS, aus dem Haus Irak vertrieben. Der Iran verbirgt inzwischen seine Ambitionen nicht, seinen Einfluss in der ganzen Region zu verbreiten. Dass die Huthi-Miliz die Hauptstadt Sanaa eroberte, gilt als ein Sieg für den Iran, Hisbollah und Syrien, die laut den USA und dem Westen zur Achse des Böse im Nahen Osten zählen. Saudi-Arabien kann deshalb die Ambitionen des Iran nicht ignorieren.

Ein weiterer Grund, der erklärt, warum die USA und Saudi-Arabien sich sorgen, wenn die Huthi-Miliz mehrere strategische Gebiete im Jemen kontrolliert, denn die liegen in einer wichtigen geografischen Lage dieses Landes. Fast alle Öltanker aus Saudi-Arabien, Kuweit und dem Irak müssen an der jemenitischen Küste fahren, bevor sie das Rote Meer erreichen und damit Öl nach Europa transportieren. Für die USA ist der Sturz der legalen Regierung im Jemen nicht von Vorteil. Sie können die Tätigkeiten des Pentagons und des US-Geheimdienstes, CIA, einstellen, die bereits im Jemen umgesetzt wurden. Zu diesem Zeitpunkt wollten die USA allerdings die Beziehung mit dem Iran nicht zerstören. Beim Kampf gegen den IS ist die Rolle des Iran notwendig. Washington wird deshalb seinen Einsatz im Jemen überdenken, um das Interesse seiner Verbündeten zu harmonisieren.

Der Bürgerkrieg im Jemen ist gerade eine Gelegenheit, damit die Großmächte ihre Einflüsse geltend machen können. Er kann sich auch zu einem Rassenkonflikt in der ganzen Region entwickeln.