Journalistin Ca Thi Hoan. |
Die Dichterin und Journalistin Ca Thi Hoan hat bereits im Alter von 12 Jahren begonnen, Gedichte in der Sprache der Volksgruppe der Thai zu schreiben. Innerhalb von fast 30 Jahren hat sie über 300 Gedichte, literarische Werke und Volkslieder zu verschiedenen Themen verfasst. Mehr als 40 Werke davon wurden mit Preisen auf unterschiedlichen Ebenen ausgezeichnet. Dazu Ca Thi Hoan.
„Mein Vater und meine Onkels haben alle eine große Leidenschaft für Poesie, Musik und das kreative Schreiben in der Sprache unserer ethnischen Minderheit. Schon seit meiner Kindheit habe ich ihren Diskussionen über Literatur und Poesie zugehört. Dadurch wurden in mir Ideen und Inspirationen für das eigene Schreiben gestaltet.“
Der Schriftsteller Kieu Duy Khanh, ein Mitglied des Literatur- und Kunstverbandes der Provinz Son La, hat seit 20 Jahren Kurzgeschichten über die Kultur der ethnischen Minderheiten auf den Bergen geschrieben. Im Jahr 2024 gewann er den ersten Preis beim dritten Literatur- und Kunstwettbewerb der Provinz Son La mit seinem ersten Gedichtband. Kieu Duy Khanh sagt über seine Werke:
„Schon in meinem ersten Werk schrieb ich über die ethnischen Minderheiten auf den Bergen. Jede Volksgruppe, wie die Thai, Mong oder Xinh Mun, hat ihre eigenen kulturellen Besonderheiten. Mein erster Gedichtband „Die Seele des Gongs“, der den ersten Preis beim Literaturwettbewerb gewann, ermutigt mich, mich noch intensiver mit Poesie über ethnische Minderheiten auf den Bergen zu beschäftigen.“
Hoan und Khanh sind beide Mitglieder des Literatur- und Kunstverbands der ethnischen Minderheiten Vietnams. Der Verband hat derzeit über 1.000 Mitglieder in 40 Provinzen und Städten des Landes. Die Themen der literarischen Werke der Mitglieder sind vielfältig. Besonders erfreulich ist, dass sich immer mehr Autoren aus ethnischen Minderheiten verstärkt mit dem Schreiben in ihrer Muttersprache beschäftigen. Darüber hinaus wurden Hunderte von Sammlungen und Forschungen der Volkskunst ethnischer Gruppen im Hochland Tay Nguyen, der Khmer, Cham, Thai und Mong sorgfältig zusammengestellt und veröffentlicht. Dazu der Vorsitzende des Literatur- und Kunstverbands der ethnischen Minderheiten Vietnams Nong Quoc Binh:
„Literatur und Kunst müssen eine eigene Identität haben. Die Autoren aus den Regionen im Nordwesten, im Hochland Tay Nguyen und in Südzentralvietnam sind dort geboren und aufgewachsen. In einer Zeit, in der sich das Land wirtschaftlich, kulturell und gesellschaftlich entwickelt, erhalten die ethnischen Minderheiten zunehmend Aufmerksamkeit.“
Es gibt immer mehr literarische Werke über ethnische Minderheiten. (Foto: nguoihanoi.vn) |
Die Literatur und Kunst der ethnischen Minderheiten heben das Neue und Gute hervor und kritisieren zugleich das Schlechte und Rückständige. Gleichzeitig entstehen immer mehr Werke mit neuen Perspektiven, die den Austausch mit der aktuellen Kultur widerspiegeln.
Um die Werte der ethnischen Kultur durch literarische und künstlerische Werke zu bewahren und weiterzuentwickeln, legen die Literatur- und Kunstverbände der ethnischen Minderheiten in den Provinzen und Städten derzeit großen Wert auf die Förderung junger Autoren. Künstler aus ethnischen Minderheiten sind der Meinung, dass es in der heutigen Zeit besonders wichtig sei, die traditionelle Kultur zu vermitteln und junge Talente beim Schreiben zu motivieren.
- Wegen der Veränderungen in der Heimat, im Land und im Leben der ethnischen Gemeinschaften wird von jungen Autoren verlangt, diese Bilder des Lebens in ihre Literatur und Poesie einzubringen, um sie zu verbreiten.
- Der Trend zur Integration und Entwicklung in der neuen Ära fordert junge Autoren ethnischer Minderheiten zu einem anderen Aspekt auf. Da sich das Leben ständig verändert, muss sich auch die Literatur und Kunst wandeln, um das Leben genau widerspiegeln zu können.“
Mit dem Eintritt in eine neue Ära der Nation verwirklichen Künstler aus ethnischen Minderheiten ihren Wunsch nach Entwicklung sowie Integration und stehen im Einklang mit der nationalen Literatur und Kunst.