Kunst bei der Herstellung des Bogens und -schießens der Co Tu

Lan Anh
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(VOVworld) – Die Co Tu benennen Holzbogen als heilige Bogen oder Pa’nanh. Sie behalten ihre Geheimnisse bei der Bogenherstellung und üben das Bogenschießen täglich. Aus dem Dorf Bho Hoong in der Gemeinde Song Kon stammen viele Meister des Bogenschießens. Dort ist auch die Kunst des Bogenschießens bewahrt worden.

(VOVworld) – Die Co Tu benennen Holzbogen als heilige Bogen oder Pa’nanh. Sie behalten ihre Geheimnisse bei der Bogenherstellung und üben das Bogenschießen täglich. Aus dem Dorf Bho Hoong in der Gemeinde Song Kon stammen viele Meister des Bogenschießens. Dort ist auch die Kunst des Bogenschießens bewahrt worden.

Kunst bei der Herstellung des Bogens und -schießens der Co Tu - ảnh 1
Ein Junge der Co Tu mit Holzbogen.

 

Seit Generationen begleiten Holzbögen die Co Tu, wenn sie auf den Bergen Tiere fangen, um sich zu ernähren. In beiden Widerstandskämpfen gegen Franzosen und Amerikaner waren Holzbögen Waffen, damit die Co Tu ihre Dörfer beschützten. Bogen habe eine besonders wichtige Bedeutung für die Co Tu im Dorf Bho Hoong. Wenn man aus dem Haus geht, begleite der Bogen ihn immer, so Bhriu But:

„Früher benutzten unsere Vorfahren die Bogen, um Tiere zu schießen und damit zu kämpfen. Mit dem Bogen kann man große Tiere schießen wie Wildschweine. Im Kampf konnten unsere Vorfahren Feinde im Abstand von 20 bis 25 Meter geräuschlos erschießen. Deshalb konnten Feinde nicht herausfinden, wo der Bogenschütze stand. Wenn die Pfeilspitze mit Gift belegt wurde und der Pfeil das Ziel traf, gab es keine Chance zur Heilung. Das ist was Besonderes bei Bogen. Nun verbiet der Staat Tierfang im Wald und wir benutzen die Bogen nur bei Schieß-Wettbewerben.“

Die Co Tu machen Pfeile aus Bhaluka Bambus. Das Gift wird vom Harz eines Baums im Wald gewonnen, der nur auf den hohen Bergen in Quang Nam wächst. Wenn die Co Tu Pfeile brauchen, müssen sie die Berge erklettern und den Bhaluka Bambus schneiden und nach Hause bringen. Dann machen sie die Pfeile. Einen Bogen herzustellen ist viel schwieriger und zeitaufwendig, so Bhriu Be:

„Die Kunst vom Bogenmachen der Co Tu wurde bereits vor vielen Generationen von unseren Vorfahren entwickelt. Es ist schwierig, einen Bogen machen zu können. Zuerst muss man einen geeigneten Holzbaum im Wald suchen. Es gibt nicht so viele dieser Bäume, man muss zwei bis drei Tage lang suchen. Zu Hause muss man den Holzbaum auf dem Feuer erwärmen, um es biegen zu können. Falls man es nicht gut macht, kann der Baum brechen oder mit dem Bogen kann man nicht richtig schießen. Deshalb können nicht viele Menschen Bogen machen. Aber viele können Bogen schießen.“

Die heutigen Bogenschützen in Bho Hoong schießen keine Tiere und töten keine Feinde wie ihre Vorfahren früher. Sie zeigen ihre Fähigkeiten aber durch Preise aus den Schieß-Wettbewerben in der Provinz und des Landes. Beispielsweise hat Bhriu Thien mehr als zehn Mal den ersten Preis bei Bogenschieß-Wettbewerben in der Provinz gewonnen. Auch Bhriu Be und Bhriu But sind bekannte Bogenschützen in Quang Nam. Laut Bhriu But muss ein Bogenschütze viel üben:

„Anfangs ging ich gemeinsam mit meinem Vater zum Bogenschießen und lernte es von ihm. Bogenschießen ist schwieriger als mit Schusswaffen zu schießen. Vor fast zehn Jahren habe ich begonnen, mich an Wettbewerben zu beteiligen.“

Bogenschützen wie Bhriu But und Bhriu Be üben jeden Tag zu einer bestimmten Zeit auf den Feldern weit weg von den Dörfern. Wenn es zu sonnig ist, können sie nicht üben, so Bhriu Be:

„Wir üben Bogenschießen oft am späten Nachmittag, ungefähr 16 bis 17 Uhr. Wenn es sonnig und heiß ist, kann der Bogen dem Druck nicht halten und beim Schießen brechen.“

Bhriu But und Bhriu Be geben bekannt, dass sie sich zurzeit auf den kommenden Wettbewerb der Provinz vorbereiten. Früher waren Bögen Waffen der Co Tu, um ihr Dorf vor Feinden zu schützen. Heute ist Bogenschießen ein Sport, der zugleich die traditionelle Kulturzüge der Co Tu bewahrt und den Stolz der nächsten Generation über ihren Stamm weckt.

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