Der Vorstandvorsitzende von Nvidia, Jensen Huang. (Foto: chinhphu.vn) |
Ende letztes Jahres hat Vietnam die Aufmerksamkeit der globalen Techunternehmen auf sich gezogen, als der Geschäftsführer des Chipkonzerns Nvidia Jensen Huang eine Kooperationsvereinbarung mit der vietnamesischen Regierung über die Gründung eines Zentrums für KI-Forschung und –entwicklung und ein KI-Rechenzentrum in Vietnam unterzeichnete. Jensen Huang bekräftigte, dass er Vietnam zum zweiten Zuhause von Nvidia umwandeln werde. Gleichzeitig würdigte er das große Potenzial Vietnams, vor allem die vietnamesischen Arbeitskräfte in der Hochtechnologie.
„Ich glaube, vietnamesische Eltern erwarten dies von ihren Kindern, deshalb sind vietnamesische Jugendliche in Wissenschaft, Technologie, Ingenieurwesen und Mathematik (STEM) ausgezeichnet. Das ist der Grund, warum sich die Gemeinschaft der vietnamesischen Softwareunternehmen verstärkt entwickelt.“
Laut dem Vize-Minister für Planung und Investitionen,Tran Quoc Phuong, markieren Nvidias Investitionen in Vietnam einen Wendepunkt Vietnams bei der Anziehung ausländischer Direktinvestitionen in Hochtechnologie. Dies zeigt auch das Vertrauen internationaler Investoren in positive Änderungen in Vietnam in der vergangenen Zeit.
„Das Ministerium für Planung und Investitionen wurde beauftragt, 50.000 hochqualifizierte Arbeitskräfte in der Hochtechnologie und Halbleiterindustrie auszubilden. Durch die Beteiligung an Liefer- und Produktionsketten wird die Position Vietnams auf dem internationalen Markt verbessert. Das ist auch eine Grundlage für Vietnam, sich an Wirtschafts-, Produktions- und Geschäftsketten zu beteiligen.“
Laut dem Statistikamt des Ministeriums für Planung und Investitionen hat Vietnam im vergangenen Jahr 38,23 Milliarden US-Dollar angezogen und damit zu den 15 Entwicklungsländern mit der höchsten Investitionsattraktivität der Welt gehört. Der Wert der nationalen Marke Vietnams im vergangenen Jahr betrug 507 Milliarden US-Dollar und landete im Ranking auf Platz 32. Bemerkenswert zieht Vietnam große Investitionsprojekte in Halbleiter, Energie, Komponentenfertigung und Herstellung elektronische Geräte an. Laut Dao Ngoc Tien, dem stellvertretenden Rektor der Hochschule für Außenhandel, zeigen die so genannten Zahlen, dass die vietnamesische Strategie zur Anziehung hochwertiger Investitionen richtig sei.
„Die Strategie sieht vor, dass Vietnam hochwertige Auslandsinvestitionen aus den 500 größten multinationalen Unternehmen der Welt anziehen wolle. Um dies zu bewerkstelligen, sollten wir uns hohe Ziele für eine stabile und nachhaltige Entwicklung setzen.“
Vu Quoc Huy, Direktor des Nationalen Innovationszentrums (NIC), ging davon aus, dass Vietnam nach und nach FDI-Projekte mit Hochtechnologie bevorzuge. Um diesen Trend voranzutreiben, habe NIC zahlreiche Strategien zur Entwicklung der Arbeitskräfte und zum Aufbau eines hochtechnologischen Ökosystems erstellt.
„Derzeit beschäftigen wir uns damit, ein Ökosystem von großen Partnern aufzubauen. Dazu zählen Unternehmen aus dem In- und Ausland, Investitionsfonds, Organisationen zur Investitionsförderung und staatliche Behörden. Sie alle schaffen eine effiziente Zusammenarbeit und Technologien zur Vermarktung neuer Produkte entsprechend der industriellen Revolution 4.0.“
Den Experten zufolge werden Investitionen in Hoch- und Quellentechnologie Vietnam auf eine höhere Stufe in künftigen globalen Wertschöpfungsketten bringen.