Die Vietnam Toll Collection Corporation hat alle verkehrsbezogenen Daten digitalisiert. (Foto: vovgiaothong.vn) |
Im Straßenverkehrssektor hat die Anwendung von Technologien zur Digitalisierung, Modernisierung und Optimierung von Management, Betrieb, Wartung und Überwachung der Verkehrsinfrastruktur bedeutende Fortschritte gebracht. Truong Quoc Duong, Vize-Direktor der Aktiengesellschaft 496, die für den Straßenunterhalt im Nordzentralvietnam zuständig ist, teilte mit, dass früher die Datenerfassung hauptsächlich durch Notizen durchgeführt wurde. Heute hingegen werden Informationen dank der Digitalisierung direkt vom Einsatzort per Smartphone vollständig aktualisiert, was schnelle und präzise Entscheidungen über Einsätze und Bearbeitung ermöglicht.
„Mit dem Einsatz einer Spezialsoftware werden Datum, Uhrzeit, Kilometerstand und Bilder direkt gemeldet. Wenn die Kontrollkräfte auf einen Vorfall stoßen, machen sie Fotos und übermitteln diese sofort, damit die Führungskräfte umgehend Anweisungen geben können und auch die Arbeiter Bescheid wissen. Die digitale Transformation umfasst zudem die Straßenprüfung, die Erfassung des Verkehrsaufkommens, die Bewertung der Fahrbahnoberfläche sowie die Planung, den Betrieb, die Schadensanalyse und die Berechnung der Reparaturkosten.“
Nguyen Manh Hung, Marketingleiter des elektronischen Mautsystems (VETC), teilt mit, dass sein Unternehmen sämtliche verkehrsbezogenen Daten digitalisiert habe. Dazu zählen unter anderem Fahrzeuginformationen, Kundendaten, Zahlungsmittel, Fahrstrecken, Frequenz, genutzte Routen sowie Bilder und Videos vom Verkehr.
„Die VETC-Software identifiziert kritische Streckenabschnitte mit hohem Staurisiko. Durch die Analyse von Verkehrsdichte und Reisezeiten werden stauanfällige Stationen erkannt. Damit können wir mit den Straßenbetreibern kooperien, um den Verkehrsfluss zu regulieren.“
Dank des intelligenten Ampelsystems läuft der Verkehr reibungslos. (Foto: vovgiaothong.vn) |
Bislang hat die vietnamesische Straßenbehörde das Management, den Betrieb sowie die Wartung und Überwachung von über 25.000 km Nationalstraßen und 7.800 Brücken und Tunneln digitalisiert. To Nam Toan, Leiter der Abteilung für Wissenschaft, Technologie und internationale Zusammenarbeit der vietnamesischen Straßenbehörde, betonte den Nutzen dieser digitalisierten Infrastrukturdaten für das Management.
„Ein aktuelles Beispiel ist die Genehmigung für Großraum- und Schwertransporte. Wenn für eine Fahrt von Hanoi nach Ho-Chi-Minh-Stadt eine Genehmigung beantragt wird und alle Daten vorhanden sind, identifiziert das System sofort Brücken mit mangelnder Traglast oder Maßbeschränkungen. Dadurch können wir die Streckenführung korrigieren und diese Brücken meiden.“
Le Van Dat, Vize-Leiter des Instituts für Strategie und Entwicklung des Verkehrswesens, bekräftigt, dass die digitale Transformation im Straßenmanagement in den vergangenen Jahren beschleunigt worden sei und praktische Effizienz beweise.
„Der Aufbau und die laufende Aktualisierung digitaler Daten zu Brücken, Straßen sowie deren Betriebs- und Wartungszustand geben den Behörden ein Werkzeug an die Hand. Dies ermöglicht zeitnahe, zielgerichtete und kosteneffiziente Entscheidungen über Investitionen, Ausbau, Sanierung und Instandsetzung.“
Experten zufolge bedarf es trotz großer Fortschritte noch einer stärkeren Synchronisierung, insbesondere bei den Daten, um sowohl dem Management als auch den Nutzern besser zu dienen.
Die Digitalisierung von Daten wird im Verkehrssektor vorangetrieben. Mit der Entschlossenheit der Regierung und dem Konsens der Gesellschaft wird das Bild eines Vietnams mit einheitlicher, moderner Infrastruktur, die eng mit der Region und der Welt vernetzt ist, immer deutlicher sichtbar.