Projekt des des landschaftlichen Boulevards am Roten Fluss. (Foto: Phan Phuong/VNA) |
Das Projekt des landschaftlichen Boulevards am Roten Fluss, das über viele Jahre hinweg vorbereitet wurde, nimmt nun zunehmend konkrete Formen an. Mit einer Gesamtfläche von rund 11.000 Hektar umfasst es eine knapp 80 Kilometer lange Hauptverkehrsachse, ein Park- und Landschaftssystem von mehr als 3.300 Hektar sowie große Flächen für die Stadterneuerung. Nach seiner geplanten Fertigstellung im Jahr 2030 soll das Projekt zum „Herz“ des Wunders des Roten Flusses werden.
Tatsächlich reichen die Planungen zur Entwicklung der Räume beiderseits des Roten Flusses mehrere Jahrzehnte zurück. Zahlreiche Masterpläne haben im Laufe der Zeit eine solide Grundlage für die heutige Entwicklungsstrategie geschaffen.
Nach Ansicht von Trinh Xuan Quang, Mitglied des Volksrates der Stadt Hanoi, stellt das Projekt einen Durchbruch in der Entwicklungsstrategie der Hauptstadt dar und zielt darauf ab, den Raum entlang des Roten Flusses zu einem neuen Entwicklungssymbol Hanois zu machen:
„Die Idee einer großen Stadtentwicklung auf beiden Seiten des Roten Flusses gewann insbesondere nach 1954 und noch deutlicher ab den 2000er-Jahren an Konturen, vor allem im Zuge der erweiterten Hauptstadtplanung Hanois, mit einer strategischen Verlagerung des Entwicklungsschwerpunkts auf das nördliche Flussufer. Dieses Projekt ist der Traum vieler Generationen der Bewohner in Hanoi sowie vieler Stadt- und Staatsführungen.“
Gemäß der Planung erstreckt sich das Projekt entlang beider Ufer des Roten Flusses – von der Hong-Ha-Brücke bis zur Me-So-Brücke – über das Gebiet von 19 Gemeinden und Stadtteilen. Es soll zur Vervollständigung der Verkehrsinfrastruktur beitragen, den urbanen Raum erweitern und ein modernes, harmonisches Stadtbild schaffen.
Der entschlossene Einsatz Hanois für die Entwicklung des Roten Flusses spiegelt deutlich die gemeinsamen Bestrebungen der Stadt, der Regierung und des gesamten Landes wider. Tran Huy Anh, Mitglied des Architektenverbands von Hanoi, betont:
„Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem Wissenschaftler und die gesamte Gesellschaft noch entschlossener und wirksamer zum Ziel beitragen müssen, damit sich Hanoi zwar schnell, aber vor allem nachhaltig entwickelt.“
Das Projekt soll zum 100. Gründungstag der KPV am 3.2.2030 fertig gestellt werden. (Foto: Phan Phuong/VNA) |
Parallel zum landschaftlichen Boulevard am Roten Fluss gilt das Projekt der Olympischen Sportstadt als starker Impuls für die Entwicklung des südlichen Gebiets der Hauptstadt. Mit einer Fläche von über 9.100 Hektar und einem vorläufigen Investitionsvolumen von umgerechnet etwa 36,8 Milliarden US-Dollar handelt es sich um das bislang größte Stadtentwicklungsprojekt Hanois.
Nach dem Zeitplan soll der zentrale Sportkomplex mit dem Hauptstadion im zweiten Quartal 2030 fertiggestellt werden. Das Gesamtprojekt soll bis 2035 abgeschlossen sein. Damit würde Hanoi die Voraussetzungen erfüllen, große regionale und internationale Sportereignisse wie die ASIAD oder sogar die Olympischen Spiele auszurichten.
Politbüromitglied und Sekretär des Parteikomitees von Hanoi, Nguyen Duy Ngoc, erklärt hierzu:
„Dies sind zwei besonders wichtige Projekte, die zur Entwicklung der Hauptstadt, des Deltas des Roten Flusses und des gesamten Landes beitragen. Sie zielen auf das „Wunder des Roten Flusses“ ab und dienen dem Ziel, bereits im Jahr 2026 ein Wachstum des regionalen Bruttoinlandsproduktes von über elf Prozent zu erreichen, ebenso wie im gesamten Zeitraum 2026-2030. Zugleich schaffen sie ein neues Erscheinungsbild für Hanoi: eine traditionsreiche, identitätsstarke, kreative Hauptstadt, die sich zu einer grünen, intelligenten Metropole mit globaler Vernetzung erhebt.“
Der landschaftliche Boulevard am Roten Fluss und die Olympische Sportstadt gelten als symbolträchtige Projekte der Hauptstadt im neuen Zeitalter. Ein entschlossenes und zielgerichtetes Handeln aller Ebenen und Behörden wird entscheidend dafür sein, den Zeitplan einzuhalten und nachhaltig zur Transformation des Stadtbildes Hanois beizutragen.