Die Konferenz zur Veröffentlichung der IFC-Gründung. |
Das internationale Finanzzentrum in Vietnam (IFC) gilt als Beginn der Erneuerung von Qualität und Effizienz der Finanzmarktentwicklung. Es wird nach dem Modell „ein Zentrum, zwei Destinationen“ in Ho-Chi-Minh-Stadt und in der Stadt Da Nang betrieben.
Wende im Prozess der Integration und Entwicklung
Die Gründung von IFC kommt aus praktischen Anforderungen, Potential und einer Vision von epochaler Bedeutung für das schnelle und nachhaltige Entwicklungsziel Vietnams. Auf der jüngsten Konferenz zur Veröffentlichung der IFC-Gründung bezeichnete Premierminister Pham Minh Chinh dies als „eine Wende“ im Prozess der Integration und Entwicklung nach 40 Jahren der Umsetzung der Erneuerungspolitik:
„Wenn sich der Schwerpunkt der Weltwirtschaft in Richtung Asienpazifik verlagert, kann Vietnam mit seiner günstigen geopolitischen Position zu einem natürlichen Anziehungspunkt von globalen Kapital, Waren und Technologien werden. Die Gründung des internationalen Finanzzentrums sollte nicht nur Investitionen anziehen, sondern auch neue Wachstumsimpulsen mit einem hochwertigen Finanzmarkt, neuen Mechanismen, Politiken und Managementmodellen schaffen. Dies sollte Vietnam auf neue Stufe in der globalen Wertschöpfungskette bringen.“
Premierminister Pham Minh Chinh. |
Chance auf dem „großen Spielfeld“
Das internationale Finanzzentrum ist der Knotenpunkt von Finanzinstitutionen, Kapitalströmen und vielfältigen Finanzprodukten. Die Teilnahme Vietnams an diesem „Spielfeld“ zeige die langfristige Vision, die nicht mehr auf billigen Arbeitskräften oder Auftragsfertigung basiere, sondern eine Wirtschaft mit hoher Wertschöpfung anstrebe, sagt der Generaldirektor von Vinacapital Don Lam:
„Die Gründung des internationalen Finanzzentrums sollte Vietnam dabei helfen, zusätzliche Kapitale für die Entwicklung von Infrastruktur und Großprojekten in Vietnam anzuziehen. Wir arbeiten derzeit mit der Bamboo Capital Group zusammen, um Ho-Chi-Minh-Stadt bei der Erstellung von IFC-Plan zu unterstützen. Neben der Entwicklung von Finanz-, Kapital- und Kreditmärkten ist Vietnam eines der führenden Länder im Export von Agrarprodukten wie Reis, Kaffee und Pfeffer weltweit.“
Der Vorsitzende des Volkskomitees von Ho-Chi-Minh-Stadt, Nguyen Van Duoc. |
Im nationalen Aspekt wird die Präsenz der großen Finanzkonzernen im internationalen Finanzzentrum ein hochwertiges Dienstleistungsökosystem anbieten, darunter Rechtsberatung, Rechnungshof, Fintech, Versicherung und Risikomanagement. Im internationalen Aspekt soll die IFC-Gründung Vietnam dabei helfen, stärker am Asien-Pazifik-Finanznetzwerk teilzunehmen. Dazu der Vorsitzende des Volkskomitees von Ho-Chi-Minh-Stadt, Nguyen Van Duoc:
„Ho-Chi-Minh-Stadt hat die Kooperation mit großen und aufstrebenden Finanzzentren wie New York, Frankfurt, Singapur, Dubai und Astana erweitert. Damit wird das internationale Finanzzentrum in Vietnam nicht nur ein einfacher Finanzraum sein, sondern auch als Symbol für neues Entwicklungsdenken, Erneuerung und Durchbruch auf dem Weg zur Realisierung der Ambitionen über Wohlstand, Eigenständigkeit und Integration des Landes im neuen Zeitalter gelten.“
Dass Vietnam ein internationales Finanzzentrum gegründet hat, markiert eine wichtige Wende im Prozess der Integration in die Weltwirtschaft. Das ist nicht nur eine strategische Entscheidung zur Entwicklung von Finanzdienstleistungen. Dies zeigt auch den starken Wunsch Vietnams nach Aufstieg in der regionalen und globalen Finanzlandkarte.