Tabus- die Kultur der Vietnamesen im Neujahrsfest Tet

To Tuan
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(VOVworld) – Nach traditioneller Auffassung bringt das Neujahrsfest Tet gute Dinge. Alle Vietnamesen wünschen sich, dass die ersten Tage des neuen Jahres reibungslos laufen. Daher halten sich die Vietnamesen an diesen Tagen an einige Tabus, um schlechte Dinge zu vermeiden. 

(VOVworld) – Nach traditioneller Auffassung bringt das Neujahrsfest Tet gute Dinge. Alle Vietnamesen wünschen sich, dass die ersten Tage des neuen Jahres reibungslos laufen. Daher halten sich die Vietnamesen an diesen Tagen an einige Tabus, um schlechte Dinge zu vermeiden.

Tabus- die Kultur der Vietnamesen im Neujahrsfest Tet - ảnh 1
Man soll am ersten Tag des neuen Jahres vermeiden, anderen Menschen Feuer zu geben, sonst wird er das Glück verlieren.



Tet ist das wichtigste Fest des Jahres, das einen neuen Anfang für die Lebensweise, die Liebe und für Beziehungen eröffnet. Deshalb achten die Vietnamesen besonders auf das Tetfest. Seit langem existieren einige Tabus an den Tet-Feiertagen, sagt Mönch Thich Nhat Tu, der sich mit der vietnamesischen Kultur genau auskennt:

„Das Tabu ist eine Art populärer Kulturzug des Volkes, das in Verbundenheit mit dem rituellen Glauben eine Vorgabe ist, deren Wahrheitswerte nicht geprüft wurden. Man befolgt es von Generation zu Generation. Im Gedanken glauben die Vietnamesen, dass ihr Leben, ihre Lebenserwartung, ihre Gesundheit oder ihr Ansehen beeinträchtigt werden könnten, wenn sie diese Tabus nicht befolgen.“

Als Tabu zum Neujahrsfest Tet gilt für die Vietnamesen beispielsweise den Boden nicht zu fegen. Der Auffassung nach wird der Heilige des Reichtums das Haus verlassen, wenn man an den ersten drei Tage des neuen Jahres den Boden fegt. Deshalb sollte man unbedingt vor der Silvesternacht alles sauber machen. Im Süden versteckt man sogar den Besen nach dem Fegen des Bodens, um einen möglich Irrtum im neuen Jahr zu vermeiden.

Viele Vietnamesen im Norden praktizieren noch den Brauch über den Besuch des Hauses einer Person am ersten Tag des neuen Jahres, auf vietnamesisch „xông nhà“, darunter Nguyen Thi Nhuong aus dem Stadtviertel Hai Ba Trung in Hanoi:

„Für den „Xong nha“-Brauch gibt es auch ein Tabu. Menschen, deren Familie eine Trauerfeier hatten, oder deren Alter mit dem Besitzer des Hauses nicht kompatibel ist, müssen das Haus dieser Person am ersten Tag des neuen Jahres nicht besuchen. Außerdem sollte man am ersten Tag vermeiden, anderen Menschen Streichhölzer oder Feuer zu geben, sonst wird er das Glück verlieren. Darüber hinaus ist man der Auffassung, dass der Besuch einer Katze Armut bringt, der Besuch eines Hundes hingegen bringt Glück.“

Tetfest bedeutet sie glückliche Gelegenheit und hat eine heilige Bedeutung. Deshalb befolgen die Menschen, die Trauern, das Tabu besonders strikt, um den anderen Menschen ds Glück zu lassen. Dazu sagt Pham Van Hung aus der südvietnamesischen Provinz Dong Nai:

„Wenn man am ersten Tag des neuen Jahres die Anderen zum Neujahr beglückwünschen will, bedeutet das, man besucht das Haus dieser Menschen. Bei uns achtet man nicht auf das Alter des Besuchers. Aber wer im alten Jahr Trauern musste oder etwas unglückliches erlebt hat, sollte andere Menschen besser am zweiten Tag des neuen Jahres besuchen.“  

Beim Neujahr sollte man außerdem vermeiden, anderen Menschen Geld zu leihen. Es ist zudem verboten, den anderen Wasser zu geben, weil Wasser als Quelle des Reichtums bezeichnet wird.

Die Vietnamesen sind zudem der Auffassung, dass man ein gutes Datum für die Abreise des neuen Jahres wählen soll. Dabei gilt der 5. Tag des neuen Jahres als schlechter Tag für eine Abreise.

Die Tabus, die bis heute weitergegeben werden, schaffen eine eigene Kultur für die Tet-Feiertage. Dies macht das traditionelle Neujahrsfest Tet der Vietnamesen im zeitgenössischen Leben bedeutender.

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