Handwerkerdörfer in Hanoi beginnen mit Produktion nach der Covid-19-Epidemie

Phuong Chi
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(VOVWORLD) - Die komplizierte Lage der Covid-19-Pandemie in der Welt hat negative Auswirkungen auf traditionelle vietnamesische Handwerkerdörfer verursacht. Vor diesem Hintergrund haben Handwerkerdörfer Hanois ihre Produktionsmethoden geändert und schrittweise ihr Geschäft wiederhergestellt, nachdem die Covid-19-Epidemie in Vietnam grundsätzlich kontrolliert wurde.
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Eine Keramikwerkstatt im Dorf Bat Trang. (Foto: Tu Minh Nguyet/VOV5)

Nirgendwo in Vietnam gibt es so viele traditionelle Handwerkerdörfer und Meister wie in Hanoi. Sie betragen ein Drittel der gesamten Handwerkerdörfer in Vietnam. Handwerksprodukte aus Hanoi sind vielfältig und anspruchsvoll, die nicht nur auf dem Binnenmarkt, sondern auch auf dem internationalen Markt sehr gefragt sind.

Nach dem Coronavirus-Lockdown sind die Produktionsaktivitäten in den Handwerkerdörfern in Vietnam noch nicht so lebhaft, wie vor der Epidemie. Insbesondere stehen die Dörfer, deren Bewohner sich mit der Herstellung von Kunsthandwerksprodukten beschäftigen, vor großen Schwierigkeiten. Berühmte Handwerkerdörfer Hanois, wie beispielsweise das Bambusrattandorf Phu Vinh, das Lackmalereidorf Ha Thai, das Stickereidorf Quat Dong und das Perlmuttdorf Chuon Ngo, sind stark von der Epidemie beeinflusst worden. Früher mussten Bambusrattan-Werkstätten in Phu Vinh mit voller Kapazität laufen, um Export-Verträge zu erfüllen. Heutzutage stagniert die Produktion in diesem Handwerkerdorf. Die Werkstätten im Dorf konzentrieren sich darauf, Produkte für inländische Verbraucher, wie beispielsweise Körbe und Einkaufstaschen aus Rattan, anstatt Dekorationen und Souvenirs für den EU- und US-Markt, herzustellen.

Der Exportmarkt für Keramikprodukte aus dem Dorf Bat Trang im Kreis Gia Lam in Hanoi ist auf Eis gelegt. 80 Prozent der Exportverträge der Keramikwerkstatt Tan Thinh im Dorf Bat Trang wurden storniert. Dazu Besitzer der Werkstatt, Meister Tran Duc Tan:

“Unsere Kunden haben Designs bestätigt. Wegen der Covid-19-Epidemie wurden zahlreiche Verträge allerdings storniert. Auch die Zahl der Produkte, die Unternehmen als Geschenke kaufen, ist ebenfalls gesunken.”

Ähnliche Situation gibt es in der Keramikwerkstatt des Bewohners Nguyen Van Nghia. Seine Werkstatt begann jüngst mit der Wiederherstellung der Produktion. Dazu Nguyen Van Nghia:

“Große Unternehmen haben ausreichend Arbeitskräfte, Materialien und Geld, um die Produktion wiederherzustellen. Wir, kleine Geschäftshaushalte, haben dagegen große Schwierigkeiten.”

Neben der Verbesserung ihres Bewusstseins über die Rolle des elektronischen Handels müssen Geschäftshaushalte Muster erneuern und die Produktqualität verbessern, um die Konkurrenzfähigkeit zu erhöhen. Dazu der Vize-Leiter der Vertretungsabteilung des Keramikdorfes Bat Trang, Ha Van Lam:

“Wir rufen die Dorfbewohner und Besitzer der Geschäfte im Keramikmarkt Bat Trang auf, nur die in Bat Trang hergestellten Keramikprodukte zu verkaufen. Die Bewohner in Bat Trang sollen für den Schutz der Keramikmarke Bat Trang verantwortlich sein.”

Um sich an die neue Situation anpassen zu können, haben Werkstätten im Seidendorf Van Phuc im Stadtbezirk Ha Dong die Managementmethoden erneuert, Arbeitskräfte fortgebildet und den Online-Verkauf vorangetrieben. 

In schwierigen Zeiten haben sich Handwerkerdörfer in Hanoi erneuert und auf die Verbesserung der Produktqualität konzentriert. Gleichzeitig suchen sie Märkte für ihre Produkte. Der Druck der neuen Situation könne zu einer positiven Änderung der Handwerkerdörfer führen. Sie erneuern sich, um sich an die neue Situation anzupassen und Chancen wahrzunehmen, wenn der Markt wiederbelebt wird. Darüber hinaus hat die Stadtleitung rechtzeitige Unterstützungsmaßnahmen ergriffen, damit Handwerkerdörfer baldmöglichst ihre Produktion und ihr Geschäft wiederherstellen, wenn die Epidemie vorbei ist.

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