FTA und die Chance für Vietnam, seinen Markt umzustrukturieren

Chung Thuy
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(VOVworld) – Vietnam integriert sich Tag für Tag besser in die Weltwirtschaft. Eine Reihe von Freihandelsabkommen, FTA, zwischen Vietnam und anderen Ländern wurden unterzeichnet oder werden bald unterschrieben. Diese Abkommen sollen den vietnamesischen Unternehmen Vorteile verschaffen, werden aber auch Herausforderungen mit sich bringen. Vietnam wird dadurch ermöglicht, seinen Markt sowie seine Wirtschaft umzustrukturieren. 

(VOVworld) – Vietnam integriert sich Tag für Tag besser in die Weltwirtschaft. Eine Reihe von Freihandelsabkommen, FTA, zwischen Vietnam und anderen Ländern wurden unterzeichnet oder werden bald unterschrieben. Diese Abkommen sollen den vietnamesischen Unternehmen Vorteile verschaffen, werden aber auch Herausforderungen mit sich bringen. Vietnam wird dadurch ermöglicht, seinen Markt sowie seine Wirtschaft umzustrukturieren.

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Freihandelsabkommen bringen vietnamesischen Unternehmen mehr Chancen zur Exportförderung. (Foto: vov.vn)


Vietnam hat bislang zehn bilaterale und multilaterale Freihandelsabkommen mit Ländern in der Welt geschlossen. Zu den jüngsten zählen das Freihandelsabkommen mit Südkorea und das Freihandelsabkommen mit der eurasischen Wirtschaftsunion. Diese bieten den vietnamesischen Unternehmen Chancen und fördern ihre Weiterentwicklung. Es wird den vietnamesischen Unternehmen auch ermöglicht, sich an der Lieferkette ihrer Partner zu beteiligen. Dies hilft ihnen dabei, ihre Produktion zu stabilisieren und eine große Abhängigkeit von einem bestimmten Markt zu vermeiden. Auch der Exportmarkt der vietnamesischen Unternehmen wird erweitert. Das ist für eine Entwicklungswirtschaft wie Vietnam sehr wichtig.

Dang Phuong Dung, Generalsekretärin des vietnamesischen Textilverbands, sieht die Freihandelsabkommen als ein großes Spielfeld. Die Unternehmen müssten sowohl ihre Denkweise als auch ihre Produktionsmethoden erneuern, um sich daran beteiligen zu können:

“Die Anforderungen der Importeure sind groß. Zum Beispiel ihre Forderungen bezüglich der Herkunft von Produkten ist für die vietnamesische Textilbranche eine Herausforderung. Weil in Vietnam die Materialien nicht selbst hergestellt werden können, müssen die Textilunternehmen sie importieren. Andererseits können wir die Freihandelsabkommen als eine Chance betrachten, um damit um Investitionen aus dem In- und Ausland in der Materialherstellung zu werben.”

Laut FTA-Verpflichtungen muss Vietnam viele Steuerarten reduzieren oder ganz abschaffen. Davon sind vor allem landwirtschaftliche Produkte wie beispielsweise die verarbeiteten Lebensmittel, Milch und Zucker betroffen. Einige Industriebranchen wie Autoindustrie, Stahl- oder Textilindustrie müssen auch hart mit Produkten aus Ländern in der Region konkurrieren. Um die Vorteile effizient ausnutzen zu können, sollten die Unternehmen sowohl die Regeln als auch die Verpflichtungen der Freihandelsabkommen erkunden und aktualisieren, sagt Dang Hoang Hai, Leiter der Abteilung für den europäischen Markt des Ministeriums für Industrie und Handel:

“Diese Abkommen stellen einen vernünftigen Plan auf, damit die Branchen ihre Technologie erneuern und damit sicherstellen, dass ihre Produkte konkurrenzfähig sind. Während der Eingliederung in die Weltwirtschaft steht Vietnam unter Druck, die Position ihrer Produkte zu stärken. Dieser Druck zwingt Vietnam dazu, die Umstrukturierung seiner Wirtschaft voranzutreiben, die Technologien zu erneuern und die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Produkte zu verbessern.”

Die Freihandelsabkommen geben den vietnamesischen Unternehmen die Chance, ihre Fähigkeiten neu zu bewerten, um die strikten Anforderungen der Importeure erfüllen zu können. Der einzige Weg zum Erfolg ist, dass die Unternehmen aktive Partner sowie neue Märkte finden, die zu ihnen passen. Parallel dazu müssen sie den Bedarf des Marktes, auf dem sie ihre Produkte verkaufen wollen, gut kennen. Als Konsequenz dazu sollten konkrete Strategien und Pläne ausgearbeitet werden, so Luu Bich Ho, der ehemalige Leiter der Abteilung für Entwicklungsstrategie des Ministeriums für Planung und Investition:

“Die vietnamesischen Unternehmen haben in den vergangenen Jahren ihre Position auf vielen Märkten weltweit gefestigt. Die Anforderungen dieser Märkte werden aber Tag für Tag höher. Wir müssen uns deshalb darum bemühen, unsere Fähigkeiten zu verbessern. Die Chancen sind da. Die Herausforderungen sind aber auch nicht klein. Die Unternehmen müssen sich also bemühen, die Herausforderungen in Chancen umzuwandeln. Der Integrationsprozess gibt ihnen die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln.”

Chancen, die die Freihandelsabkommen bringen, sind unumstritten. Die vietnamesischen Unternehmen müssen sich unbedingt selbst erneuern, um diese Chancen wahrzunehmen.