Ein friedliches Neujahrsfest Tet in jedem Haus

Lan Phuong
Chia sẻ
(VOVWORLD) - Anfang 2026, wenn der Frühling kommt, bleibt die Erinnerung an die historische Naturkatastrophe vom November 2025 eine offene Wunde für die Menschen in den von Überschwemmungen betroffenen Gebieten in Zentralvietnam und im Hochland Tay Nguyen. Dafür wurde eine Kampagne zu Reparatur und zum Bau von Wohnhäusern für Flutopfer zum richtigen Zeitpunkt gestartet und weckte neue Hoffnung bei der Bevölkerung. Spüren wir gemeinsam die Wiedergeburt und sehen, wie wahrer Frieden in jedes Haus zurückgekehrt ist.
Ein friedliches Neujahrsfest Tet in jedem Haus - ảnh 1Bewohner der Gemeinde Bac Ai Tay in der Provinz Khanh Hoa nehmen an der Einweihungs- und Übergabezeremonie neuer Häuser teil. (Foto: Van Phu)

Der wahre Frieden steht vor der Tür

Anfang Januar 2026 herrschte in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten der Provinzen Dak Lak und Khanh Hoa eine festliche Stimmung. Keine Geräusche sind mehr von reißenden Überschwemmungen oder Erdrutschen zu hören. Stattdessen herrschte Freude bei der Übergabezeremonie der neuen und geräumigen Häuser. Dabei war der stellvertretende Politkommissar des Kommandos der Spezialeinheit, Oberst Hoang Ngoc Thanh, berührt: 

„Die neu eingeweihten Häuser bieten nicht nur Schutz vor Sonne und Regen. Sie sind außerdem ein Symbol für die Verbundenheit zwischen Militär und Bevölkerung sowie für das Miteinander und die gegenseitige Unterstützung in Zeiten der Not und des Leids. Sie gelten als Stütze für die betroffenen Bewohner bei der Stabilisierung des Lebens und bei der Produktion.“

Ein friedliches Neujahrsfest Tet in jedem Haus - ảnh 2Der stellvertretende Politkommissar des Kommandos der Spezialeinheit, Oberst Hoang Ngoc Thanh.

Für die Flutopfer ist das neue Haus nicht nur Ziegel, Steine und Mörtel, sondern ein Wunder. Denn niemand hätte sich vorstellen können, dass ihre Familie, nachdem eine historische Flut all ihre Häuser überschwemmt und ihren Besitz weggespült hatte, kurze Zeit später in einem neuen Zuhause leben würde. Nguyen Huu Trung im Wohnviertel Phu Phong in der Provinz Dak Lak ist stolz auf sein neues Haus: 

„Ich bin erleichtert und denke nicht daran, woanders hinzugehen. Ich bin der Partei, dem Staat und der Armee sehr dankbar. Die Soldaten der Spezialeinheiten haben sich so sehr eingesetzt, damit meine Familie ein anständiges neues Zuhause hat.“ 

Auch Nguyen Van Be war tief bewegt, in einem neuen Haus zu wohnen: 

„In diesem neuen Haus werden wir unsere Kinder und Enkelkinder ermutigen, die Richtlinien und Gesetze des Staates zu befolgen, gleichzeitig aber auch Familientraditionen zu pflegen. Wir wollen ein gutes Vorbild für unsere Kinder sein.“ 

Ein friedliches Neujahrsfest Tet in jedem Haus - ảnh 3Die Soldaten bringen den Flutopfern Geschenke mit lebensnotwendigen Gütern.

Für die Familie von Chamaléa Chương – einem Angehörigen der Volksgruppe der Raglai in der Gemeinde Bac Ai Tay der Provinz Khanh Hoa – hat das Tetfest in diesem Jahr seiner Familie einen Traum erfüllt: 

„Ich werde alles vorbereiten, um das Silvester mit meinen Kindern zu Hause zu feiern und das frohe neue Jahr zu begrüßen. Dank der Hilfe der Soldaten habe ich nun ein neues Haus und bin überglücklich. Ich danke Ihnen von Herzen.“

Ein friedliches Neujahrsfest Tet in jedem Haus - ảnh 4Chamaléa Chuong (5.v.l) unterhält sich in seinem neu gebauten Haus mit Dorfbewohnern, Offizieren und Soldaten.

Für Nguyen Thi Tam, die einst dachte, sie müsse den Rest ihres Lebens in einer notdürftigen Hütte verbringen, ist nun wahrer Frieden eingekehrt. Jetzt ist sie stolz auf ihr geräumiges neues Zuhause. 

„Ich fühle mich sehr glücklich! Mein neues Haus ist komplett eingerichtet. Die Soldaten haben mir alles Nötige besorgt. Meine Verwandten und Freunde freuen sich riesig auf ihren Besuch. Dank der Soldaten und der Regierung war mein Haus rechtzeitig fertig, sodass ich am Neujahrstag einziehen konnte.“

Ein friedliches Neujahrsfest Tet in jedem Haus - ảnh 5 Der stellvertretende Politkommissar der 198. Spezialeinheit, Oberstleutnant Pham Sy Cuong,

Die Fluten sind vorüber, aber die Menschlichkeit bleibt

Hinter dem strahlenden Lächeln in ihren neuen Häusern, hinter der unerschütterlichen Entschlossenheit der Soldaten der vietnamesischen Volksarmee, verbergen sich unvergessliche Erinnerungen an Tage voller „Sturm auf Sturm“, „Flut auf Flut“. Reisen wir in den vergangenen November zurück, eine Zeit, in der die Grenze zwischen Leben und Tod hauchdünn war. Damals erlebten wir nicht nur die verheerenden Naturkatastrophen, sondern auch einen bemerkenswerten „Marsch“ von Herz zu Herz.

Ein friedliches Neujahrsfest Tet in jedem Haus - ảnh 6Die Bewohner fühlen sich in ihrem neuen, stabilen und sicheren Haus sicher.

Im November 2025 wurden die Regionen in Zentralvietnam und im Hochland Tay Nguyen von einer außergewöhnlich großen und historischen Flut heimgesucht. Das Wasser stieg plötzlich an und erreichte eine Höhe von etwa drei Metern, wodurch Tausende von Dächern überflutet wurden, darunter das Haus von Nguyen Thi Tam in der Gemeinde Hoa Thinh der Provinz Dak Lak: 

„Als die Flut drei Tage anhielt, wurde alles vollständig zerstört und nichts blieb übrig. Ich dachte, ich würde nie wieder ein Zuhause finden, das mich vor Regen und Sonne schützen könnte. Alle Möbel im Haus wurden weggespült, nichts war mehr da.“

Ein friedliches Neujahrsfest Tet in jedem Haus - ảnh 7Offiziere und Soldaten der Spezialeinheiten bei der letzten Arbeit, bevor sie das Haus an Bewohner der Gemeinde Hoa Thinh in der Provinz Dak Lak übergeben.

Auch Dang Thi Dien im Wohnviertel Pho Phong in der Gemeinde Hoa Thinh erinnert sich:

 „Das Wasser stieg so hoch, dass ich mich an einem Dachbalken festklammern musste. Erst am nächsten Nachmittag kamen Menschen mit einem Boot, um mich zu retten. Wegen Verletzungen musste ich einen halben Monat im Krankenhaus verbringen. Zu diesem Zeitpunkt waren all unsere Häuser, Büffel, Kühe, Hühner und Enten tot. Ich war so traurig, dass ich sagte, ich würde wohl nicht mehr lange leben.“
Ein friedliches Neujahrsfest Tet in jedem Haus - ảnh 8Dang Thi Dien im Wohnviertel Pho Phong in der Gemeinde Hoa Thinh.

Die Vorsitzende des Volkskomitees der Gemeinde Bac Ai Tay der Provinz Khanh Hoa, Nguyen Thi Minh Nguyen, ist noch immer geschockt, als sie die beispiellose historische Flut in der Region beschreibt: 

„Anhaltende starke Regenfälle haben die Dörfer Bac Ray 1, Bac Ray 2 und Gia E vollständig von der Außenwelt isoliert. Die Telekommunikation, die Stromversorgung und die Wasserversorgung wurden unterbrochen. Entlang der Provinzstraße 707 ereigneten sich Dutzende Erdrutsche, die die Straße für Fahrzeuge unerreichbar machen.“

Ein friedliches Neujahrsfest Tet in jedem Haus - ảnh 9Einige Häuser liegen mitten auf den Feldern, was den Transport erschwert.

Angesichts zahlreicher Schwierigkeiten der betroffenen Bewohner hat Premierminister Pham Minh Chinh Ende November 2025 die Kampagne zu Reparatur und zum Bau von Wohnhäusern für Flutopfer ins Leben gerufen. Soldaten der Spezialeinheiten, die sich an Übungsplätze gewöhnen, sind mittlerweile zu qualifizierten Bauarbeitern geworden.

Auf der Baustelle in der Gemeinde Hoa Thinh arbeiteten die Soldaten in den letzten Tagen des Jahres ununterbrochen, leisteten Überstunden und Nachtschichten, um den Fertigstellungstermin einzuhalten. Die enge Verbindung zwischen Militär und Bevölkerung ist von entscheidender Bedeutung und trägt dazu bei, dass die mit viel Liebe errichteten Häuser vorzeitig fertiggestellt werden können. Die Menschen in den Katastrophengebieten wissen, dass sie nicht im Stich gelassen werden. Wenn das neue Haus fertiggestellt ist, enden die Sorgen eines turbulenten Jahres und machen Platz für die Wärme menschlicher Verbundenheit und die Hoffnung auf einen neuen Frühling.

Frühling an der Grenze – Herzliche Verbundenheit zwischen Armee und Volk

Der Frühling ist durch das Programm „Armeefrauen begleiten Frauen in Grenzgebieten“ bei den Bewohnern, Lehrern und Schülern der Grenzgemeinde Xin Man in der nordvietnamesischen Provinz Tuyen Quang angekommen. 

Ein friedliches Neujahrsfest Tet in jedem Haus - ảnh 10Das „Frühlingsprogramm der Grenzschutzbehörde: Die Herzen der lokalen Bewohner erwärmen“ 2026 findet im Kulturzentrum Ta Gia Khau statt.

Nach Dutzenden von Kilometern über steile, erdrutschgefährdete Passstraßen und Haarnadelkurven – zwischen steilen Felswänden und tiefen Abgründen – empfängt die Gemeinde Xin Man in der Provinz Tuyen Quang die Delegation der Armee mit der Kälte des Hochlands. Dort liegt die Armutsquote noch immer bei über 50 Prozent.

Inmitten dieser Entbehrungen erstrahlt die Internatsschule Nan Xin als ein Lichtblick, der Wissen, Vertrauen und Bildungschancen für die Kinder in der Bergregion bringt. Doch die vietnamesischen Soldaten waren tief bewegt, als sie sahen, wie die Schüler unter Bedingungen mit mangelnder Ausstattung lernten und spielten – schutzlos der brennenden Sonne oder plötzlichen Regenschauern ausgesetzt. Aus dieser Sorge heraus wurde eine „Schulhofüberdachung“ errichtet und eingeweiht.

Ein friedliches Neujahrsfest Tet in jedem Haus - ảnh 11Ein kostenloser Stand bei der Veranstaltung.

Frau Oberst Nguyen Thi Thu Hien aus dem Verteidigungsministerium sagt:

„Das Programm trägt unsere Zuneigung und Verantwortung in sich. Durch praktische Aktivitäten, wie den Bau der Schulhofüberdachung, ermöglichen wir den Kindern, nach dem Unterricht bei jedem Wetter sicher und frei zu spielen.“

Rektor Nguyen Van Hiep erklärt, dass im Schuljahr 2025-2026 alle 364 Schüler ethnischen Minderheiten wie La Chi, Phu La, Nung, Mong und Dao angehören:

„Die Infrastruktur ist hier sehr schwierig. Dank der Aufmerksamkeit aller Ebenen, insbesondere des Programms der Armeefrauen, wurde eine Schulhofüberdachung errichtet. Zudem wurde das Internat mit neuen Fernsehern für den Zugang zur Technologie ausgestattet. Dies ermutigt uns Lehrer, mit dem Unterricht verbunden zu sein.“

Ein friedliches Neujahrsfest Tet in jedem Haus - ảnh 12Überreichung von Geschenken an Bewohner aus verdienstvollen Familien in der Region.

In der eisigen Kälte des Mondjahresbeginns ist das Bild, in dem die Offizierinnen und Soldatinnen der Spezialeinheiten den Schülern eigenhändig neue Winterjacken anziehen, sehr bewegt. Die Fünftklässlerin Ly Thi Hoai äußert ihre Gefühle:

„Ich bin sehr glücklich. Dieses Geschenk ist etwas ganz Besonderes für mich. Ich verspreche, fleißig Mathe zu lernen, um später Lehrerin werden sowie meinen Eltern und meinem Dorf helfen zu können.“

Obwohl Hoai aus einer armen Familie stammt und täglich ihren Eltern beim Büffelhüten hilft sowie ihren kranken Bruder pflegt, erzielt sie gute Noten in Mathematik. Die Geschenke der Spezialeinheiten, wie Schulmaterialien, Süßigkeiten und warme Kleidung, ermutigt sie, weitere gute Leistungen beim Lernen zu erreichen.

Ein friedliches Neujahrsfest Tet in jedem Haus - ảnh 13Das Programm „Armeefrauen begleiten Frauen in Grenzgebieten“.

Die Delegation schenkte auch den Lehrerinnen neue Ao Dais. Lehrerin Hoang Thi Huyen ist bewegt:

„Die Tracht Ao Dai ist nicht nur ein Symbol der vietnamesischen Frauen, sondern ein bedeutungsvolles Geschenk. Es zeigt die Zuneigung der Menschen aus dem Flachland für uns hier an der Grenze.“ 

Parallel zur Bildung setzt das Programm auf nachhaltige Existenzgrundlagen durch den Hausbau und soziale Hilfspakete im Gesamtwert von mehr als 39.000 Euro. Zehn „Häuser der Liebe“ wurden an besonders bedürftige Frauen übergeben. Oberst Ta Hong Quang aus den Spezialeinheiten:

„Wir setzen dieses Programm in den schwierigsten Grenzgebieten des Landes um. Die Fürsorge für Frauen und Kinder an der Grenze zeigt nicht nur die Verbundenheit zwischen Armee und Volk, sondern dient auch dem Aufbau einer soliden „Volksfestung“, um das Vaterland von früh an und aus der Ferne zu schützen.“

Ein friedliches Neujahrsfest Tet in jedem Haus - ảnh 14Bewohner der Gemeinde Xin Man in der Provinz Tuyen Quang erhalten Häuser aus dem Programm.

Beim Abschied von der Grenzregion mischen sich herzliche Händedrücke und Tränen der Rührung. Alles verschmilzt zu einem wunderschönen Bild der Verbundenheit zwischen Armee und Volk. Wir treten nun in eine neue Ära ein – eine Ära des Aufstiegs der Nation mit dem festen Glauben: „Niemand wird zurückgelassen“. Mit der Einigkeit von Partei, Staat, Armee und Volk ist keine Hürde unüberwindbar.