Berufsbildung und Arbeitsbeschaffung für Behinderte

Thu Hoa
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(VOVworld) – In Vietnam leben zurzeit 6,7 Millionen Behinderte. Nur 15 Prozent davon haben einen relativ stabilen Arbeitsplatz und 10 Prozent wurden beruflich ausgebildet. Staat und Organisationen bemühen sich, politische Grundlagen zu schaffen, damit Behinderte Arbeitsplätze bekommen und sich in die Gesellschaft eingliedern können.


(VOVworld) – In Vietnam leben zurzeit 6,7 Millionen Behinderte. Nur 15 Prozent davon haben einen relativ stabilen Arbeitsplatz und 10 Prozent wurden beruflich ausgebildet. Staat und Organisationen bemühen sich, politische Grundlagen zu schaffen, damit Behinderte Arbeitsplätze bekommen und sich in die Gesellschaft eingliedern können.

Berufsbildung und Arbeitsbeschaffung für Behinderte - ảnh 1
Eine Näherei der Behinderten.


Behinderte, die einer Arbeit nachgehen, können sich leichter in die Gesellschaft eingliedern. In Vietnam schenkt der Staat der Berufsbildung und der Schaffung von Arbeitsplätzen für Behinderte große Aufmerksamkeit. Im Berufsbildungsgesetz von 2006 beschäftigt sich ein Kapitel mit der Berufsbildung für Behinderte. Der Staat unterstützt diese speziellen Berufsbildungszentren unter anderem finanziell. Das vietnamesische Arbeitsgesetz schreibt: Jährlich wird ein Teil des Staatshaushaltes aufgewendet, um Behinderte besser gesundheitlich zu versorgen und beruflich auszubilden. Sie können mit diesem Geld Kredite zu niedrigen Zinsen aufnehmen. Tatsächlich werden jährlich umgerechnet bis zu zehn Millionen Euro für die Berufsausbildung von Behinderten zur Verfügung gestellt. Landesweit gibt es derzeit 256 Berufsbildungszentren für Behinderte.

Der Staat fördert Unternehmen, die Behinderte beschäftigen. Auch die Produkte der Behinderten werden vom Staat unterstützt. Dazu Greig Craft, Direktor der Firma Protec, die Helme produziert. Seine Firma schafft Arbeit für viele Behinderte:

„Nicht nur aus humanitären Gründen schaffen wir Arbeit für Behinderte. Wir finden, dass Behinderte bei der Suche nach einer passenden Tätigkeit benachteiligt sind. Sie sind alle fleißige Arbeiter. Sie tragen zur Firma bei, wie alle anderen auch. Wir haben sie in die Firma aufgenommen, weil sie besondere Fähigkeiten haben. Ich möchte ein Vorbild für andere Firmen sein. Vielleicht wissen andere Firmen nicht, was Behinderte leisten können.“

Die Anzahl der Behinderten, die bei Produktionsfirmen langfristig arbeiten, ist derzeit noch gering. Gründe dafür sind gesundheitliche Probleme und beschränkte Möglichkeiten. Deshalb ist es notwendig, eigene Betriebe für Behinderte zu schaffen. Bisher wurden mehr als 400 Betriebe für Behinderte gegründet, die etwa 15.000 Behinderte beschäftigen. Etwa 65 Prozent der Haushalte mit Behinderten werden auf unterschiedliche Art unterstützt. Besonders nennenswert sind Steuerreduzierungen, günstige Kredite und Boden, so Nguyen Dinh Lieu, Vorsitzender des Schutzverbandes vietnamesischer Behinderter und Waisenkinder:

„Für Behinderte ist es am wichtigsten, einen Arbeitsplatz in der Umgebung ihres Wohnortes zu haben. Genau dieser Notwendigkeit folgen wir. Behinderte können auch einer Tätigkeit in einer Industriezone nachgehen. Aber ich denke, sie sollten am besten in der Nähe ihrer Familien und Verwandten arbeiten. Wir haben für drei Jahre ein Modell entwickelt und verzeichnen erste Erfolge. Behinderte können auch in Genossenschaften und privaten Werkstätten arbeiten.“

Im Aktionsprogramm zur Unterstützung der Behinderten bis 2020 setzte die Regierung das Ziel, bis 2015 Berufsbildungs- und Arbeitsplätze für 250.000 arbeitsfähige Behinderte zu schaffen. Vietnam wird auch die Forschung verstärken, um Fälle von Behinderungen früh zu erkennen und damit besser behandeln zu können.