Spannungen im Handelsbereich zwischen den USA und China sind nicht beendet

Hong Van
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(VOVWORLD) - In einer Bewegung, um den Druck auf China zu erhöhen, hat US-Präsident Donald Trump am Montag weitere Strafzölle in Höhe von zehn Prozent auf chinesische Waren im Wert von 200 Milliarden US-Dollar angekündigt. Damit will Washington auf die geplanten Vergeltungszölle von Peking für frühere US-Aufschläge reagieren. Diese neue Entwicklung zeigt, dass der Handelsstreit zwischen den beiden weltweit größten Wirtschaftsmächten nicht einfach beigelegt werden kann. 
Spannungen im Handelsbereich zwischen den USA und China sind nicht beendet - ảnh 1 Chinas Staatspräsident Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump bei einem Treffen. (Foto: AFP/vov.vn)

In der Erklärung am Dienstagvormittag (vietnamesischer Zeit) hat US-Präsident Donald Trump bekräftigt, es solle weitere Handlungen geben, um China zu ermutigen, seinen Markt für US-Waren zu öffnen und eine ausgewogenere Handelsbeziehung mit den USA zu akzeptieren. Er habe seinen Handelsbeauftragten angewiesen, eine Liste entsprechender Güter zusammenzustellen, sagte Trump. Ihm zufolge will Washington damit auf die Strafzölle Chinas auf Produkte aus den USA im Wert von 50 Milliarden US-Dollar reagieren. 

Die entgegengesetzten Handlungen

Vor fast einem Monat haben Handelsbeamte der USA und Chinas nach mehreren Verhandlungen sowohl in Peking als auch in Washington eine gemeinsame Erklärung abgegeben. Darin wurde bekräftigt, dass sich  beide Seiten auf die Notwendigkeit einigen, effiziente Schritte umzusetzen, um das jährliche Handelsbilanzdefizit im Wert von mehr als 300 Milliarden US-Dollarr von USA gegenüber China zu reduzieren. Die beiden weltweit größten Wirtschaften würden die Wirtschafts- und Handelsfragen auf proaktive Weise lösen, hieß es. Die Politiker beider Länder im Besonderen und die Weltgemeinschaft im Allgemeinen haben nach dieser Erklärung sozusagen aufgeatmet. Alles, was anschließend passierte, wurde aber nicht erwartet.

Nur eine Woche später hat US-Präsident Donald Trump am 29. Mai überraschend erklärt, Strafzölle auf Produkte im Wert von 50 Milliarden US-Dollar aus China zu erheben und die chinesischen Investitionen in die Hochtechnologie-Industrie der USA zu beschränken. Betroffen sind auch die Technologien bezüglich des strategischen “Made in China 2025”-Programm, mit dem China die strategischen Technologien im Land entwickeln will. 

Als nächstes begann das US-Handelsministerium damit, die Importwaren aus China zu überprüfen. Dieses Vorgehen sei ein Teil der Schritte, um die inländischen Technologien und das geistige Vermögen vor dem diskriminierenden Verhalten Chinas zu schützen, bekräftigte Washington.

Als Vergeltungsmaßnahmen erklärte China, Zölle auf die landwirtschaftlichen Produkte und Verkehrsmittel aus den USA im Wert von 50 Milliarden US-Dollar zu verhängen. 

Dass die USA die Ende Mai in Washington erreichte Einigung mit China gebrochen hat, hat Peking sowie die internationalen Investoren überrascht. China ist verwirrt über die Politik Washingtons. Die Analytiker legten inzwischen fest, dass es in den USA Meinungsverschiedenheiten gebe, was die Verhaltensweise mit China im Handelsbereich angeht. 

Sorge der Investoren beider Länder

Tatsächlich gibt es nicht viele Methoden, dass die USA China mit Zöllen überziehen, ohne sich dabei selbst zu verletzen. Weil diese beide Wirtschaften voneinander abhängig sind. Der US-Konzern Cargill, der in der Landwirtschaft tätig ist, rief Washington und Peking auf, Dialoge zu führen, damit die Unternehmen, die Bauern und die Konsumenten nicht von einem Handelskrieg beeinträchtig werden. Auch der Sprecher des Konzerns Archer, Daniels Midland, war der Meinung, dass beide Länder die bilateralen Dialoge verfolgen sollten. China werde weiterhin ein wichtiger Exportmarkt der US-amerikanischen landwirtschaftlichen Produkte sein, sagte er.

Etwa 12,8 Prozent des Umsatzes des US-Unternehmens Boeing im Jahr 2017 kam aus China. Dieses multinationale Unternehmen wird deshalb leicht vom Handelskrieg zwischen beiden Ländern beeinträchtigt. Der US-Verein für Textilien und Schuhe (AAFA) warnte davor, dass die chinesischen Vergelgungsmaßnahmen die US-Bauern sowie die Textilhersteller bedrohen könnten. Der AAFA-Vorsitzender Rick Helfenbein sagte, dass der US-Kongress aktiv werden solle, um diese gefährliche Obsession zu beenden.

Präsident Donald Trump hatte nach seinem Amtsantritt seine Entschlossenheit gezeigt, eine gleiche und gegenseitige Handelsbeziehung mit China wieder herzustellen. Er benutzt die Steuerpolitik als eine Maßnahme, um dieses Ziel umzusetzen. Bislang scheint aber diese Maßnahme nicht effektiv zu sein. Sowohl die USA als auch China sollten durch die Handelsverhandlungen Lösungen finden, die die Ziele des jeweiligen Landes fördern können.