Amoklauf: Warnung für die Waffenkontrolle in den USA

Anh Huyen
Chia sẻ

(VOVworld) – In den USA hat sich vor kurzem ein Amoklauf ereignet. Die Waffen, die in diesem Amoklauf sowie in vorherigen Amokläufen benutzt wurden, wurden alle legal gekauft. Dies sagt etwas über die Waffenkontrolle in den USA.

(VOVworld) – In den USA hat sich vor kurzem ein Amoklauf ereignet. Die Waffen, die in diesem Amoklauf sowie in vorherigen Amokläufen benutzt wurden, wurden alle legal gekauft. Dies sagt etwas über die Waffenkontrolle in den USA.

Amoklauf: Warnung für die Waffenkontrolle in den USA - ảnh 1
US-Polizei geht auf Patrouille am Tatort des Amoklaufs. (Foto: Xinhua/ VNA)


50 Menschen wurden getötet und 53 weitere verletzt, als der Attentäter den Amoklauf in einem Klub für Homosexuelle in Orlando startete. Laut der US-Ermittlungsbehörde FBI ist der Attentäter der 29-Jährige Omar Saddiqui Mateen, der in New York geboren und aufgewachsen ist. Gegen Mateen wurde von FBI zwei Mal ermittelt, nämlich in den Jahren 2013 und 2014.

Lücken in der Waffenkontrolle

Das ist nicht der erste Amoklauf in den USA. Beim Amoklauf in der Grundschule Sandy Hook im Dezember 2012 starben 26 Menschen, darunter 20 Kinder. Beim Amoklauf in der Kirche in Charleston im Juni 2015 kamen neun Schwarze ums Leben. Im Oktober 2015 starben zehn Menschen beim Amoklauf an der Universität Umpqua in Oregon. Nur zwei Monate danach ereignete sich eine Schießerei in San Bernardino, bei der 14 Menschen ums Leben kamen und 17 weitere verletzt wurden. Laut den Statistiken seit einigen Jahren sterben in den USA täglich etwa 90 Menschen und jährlich mehr als 32.000 Menschen an Schüssen. Die Zahl der Amokläufe in den USA beträgt ein Drittel der Amokläufe weltweit. In den USA benutzt man weltweit die meisten Waffen, etwa 270 Millionen bis 310 Millionen Schusswaffen. 

Über den Amoklauf am 12. Juni gab das FBI bekannt, der Attentäter Mateen hätte seit 2013 seinen Kollegen gesagt, dass er Terrorgruppen unterstützt. Ein Jahr danach ermittelte das FBI gegen Mateen weiter, weil sie ihn verdächtigten, ein US-Amerikaner zu sein, der nach Syrien gehe um sich an extremistischen Gruppen zu beteiligen. Jedoch kam das FBI damals zum Ergebnis, dass Mateen keine Bedrohung sei. Nur ein paar Tage vor dem Amoklauf kaufte Mateen mindestens zwei Schusswaffen. Die meisten Waffen, die in den vergangenen Amokläufen benutzt wurden, wurden legal gekauft. 

Kosten für Freiheit

Schon mehrmals hat US-Präsident Barack Obama gesagt, dass die USA die Amokläufe nicht als Kosten für die Freiheit bezeichnen dürften. Er hat mehrmals dazu aufgefordert, Maßnahmen zur Verschärfung der Waffenkontrolle zu ergreifen. Jedoch wuchs sein Misstrauen während seiner zwei Amtszeiten als US-Präsident. Der US-Kongress hat große Meinungsverschiedenheit darüber, deshalb hat die Regierung Obama bislang kein Gesetz zur Waffenkontrolle zustande gebracht. 

Analysten zufolge ist das Verbot von Schusswaffen in den USA in naher Zukunft schwierig. Der größte Grund ist, dass die Schusswaffennutzung eine Gewohnheit der Amerikaner geworden ist und damit schwierig zu ändern ist. Schusswaffen begleiten viele US-Amerikaner. Sie bezeichnen dies als eines ihrer Grundrechte. Außerdem erzielen die Waffenkonzerne jährlich große Gewinne mit Waffenhandel. Dies sind die Stimmen, die die Abgeordneten beeinflussen können. Diese verhindern den Kongress, jeden Gesetzesentwurf zur Reduzierung von Waffennutzung zu verabschieden.

Die Waffennutzung der US-Amerikaner führt zu traurigen Folgen. Der verheerende Amoklauf am 12. Juni ist eine Warnung für die Lücken in der Waffenkontrolle in den USA. Das Land muss nun Maßnahmen ergreifen, um künftig ähnliche Tragödien zu verhindern.